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Die höchstgelegenen Länder der Welt nach mittlerer Höhe
Welches Land liegt am höchsten? Die Frage hat zwei Antworten, je nachdem, ob man den höchsten Gipfel meint oder die durchschnittliche Höhe des ganzen Landes. Nach dem Durchschnitt, der mittleren Höhe über dem Meer, liegen die Sieger fast alle im Himalaya und in Zentralasien. Ein Land fällt trotzdem aus der Reihe, weil es nicht den höchsten Berg hat, sondern schlicht nirgends tief liegt.
Der Cluster auf dem Dach der Welt
Ganz vorne liegen drei Länder so dicht beieinander, dass die Reihenfolge je nach Quelle wechselt. Bhutan kommt auf eine mittlere Höhe von rund 3.280 Metern, Nepal auf etwa 3.265 und Tadschikistan auf rund 3.186 Meter. Zur Einordnung: Der Durchschnitt Bhutans übertrifft den Gipfel der Zugspitze, des höchsten deutschen Berges. Dahinter folgt Kirgistan mit knapp 2.988 Metern, ebenfalls ein Land, das fast vollständig aus Gebirge besteht.
- Bhutan: rund 3.280 m mittlere Höhe.
- Nepal: rund 3.265 m im Durchschnitt.
- Tadschikistan: rund 3.186 m, über 90 Prozent Bergland.
- Kirgistan: rund 2.988 m, fast durchgehend Gebirge.
- Lesotho: rund 2.160 m, dabei nirgends unter 1.000 m.
Lesotho, das Königreich im Himmel
Lesotho ist der Sonderfall der Liste. Es hat keinen der ganz großen Berge, ist aber das einzige Land der Erde, das komplett über 1.000 Metern liegt. Selbst sein tiefster Punkt, dort wo zwei Flüsse an der Grenze zusammentreffen, liegt noch auf 1.400 Metern und ist damit der höchste Tiefpunkt aller Länder. Über 80 Prozent des Landes liegen sogar oberhalb von 1.800 Metern. Kein Wunder, dass Lesotho gern das Königreich im Himmel genannt wird.
Boliviens Altiplano
Bolivien schafft es nicht an die Spitze der Durchschnittswerte, weil der Osten in das flache Amazonasbecken abfällt. Der Westen aber liegt auf dem Altiplano, einer Hochebene auf rund 3.700 Metern zwischen zwei Anden-Ketten. Dort liegt auch La Paz, der Regierungssitz Boliviens, auf etwa 3.640 Metern die höchstgelegene Regierungsstadt der Welt. Der Flughafen im benachbarten El Alto liegt sogar über 4.000 Meter hoch. Die Verfassungshauptstadt Sucre liegt tiefer, auf gut 2.800 Metern.
Höhe ist nicht gleich Gipfel
Der häufigste Denkfehler: Ein hoher Berg macht noch kein hohes Land. Nepal hat mit dem Mount Everest den höchsten Berg der Erde, führt die Durchschnittsliste aber nicht souverän an, weil auch tiefe Täler dazugehören. Umgekehrt hat Lesotho keinen berühmten Gipfel und liegt trotzdem sehr weit oben. Ein schönes Beispiel aus Europa ist Andorra: winzig, mitten in den Pyrenäen, mit einer mittleren Höhe von fast 2.000 Metern und mit Andorra la Vella der höchstgelegenen Hauptstadt des Kontinents.
In CountryRush tauchen genau diese Höhenländer als Umriss und Flagge auf, von Bhutan bis Lesotho. Der Daily Trip sorgt dafür, dass auch die kleinen Gebirgsstaaten drankommen und nicht nur die üblichen Verdächtigen.