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Internationale Autokennzeichen und ihre Ländercodes
Auf älteren Fotos von Autos an der Grenze klebt hinten ein weißes Oval mit ein oder zwei schwarzen Buchstaben: D, CH, F, GB. Diese internationalen Länderkennzeichen zeigen, in welchem Land ein Fahrzeug zugelassen ist. Manche sind sofort klar, andere wirken wie ein kleines Rätsel. Hinter beidem stecken über hundert Jahre Verkehrsgeschichte und ein paar sprachliche Feinheiten.
Woher die Ovale kommen
Die Ovale sind älter, als die meisten denken. Eingeführt wurden sie mit dem Pariser Abkommen über den Kraftfahrzeugverkehr von 1909, das im Mai 1910 in Kraft trat. Damals fuhren die ersten Automobile über Landesgrenzen, und man brauchte eine einfache Art, ihre Herkunft zu erkennen. Festgelegt war sogar die Form: ein weißes Oval, 30 mal 18 Zentimeter, mit schwarzen Buchstaben. Erlaubt waren nur ein oder zwei lateinische Buchstaben pro Land. Heute regelt das Wiener Übereinkommen über den Straßenverkehr von 1968 die Details, doch das Grundprinzip ist über ein Jahrhundert alt.
Warum manche Codes seltsam wirken
Die kniffligen Fälle entstehen, wenn ein Land nicht seinen deutschen oder englischen Namen nimmt, sondern den eigenen. Der berühmteste ist die Schweiz. Ihr Code CH steht für Confoederatio Helvetica, den lateinischen Namen des Landes. Latein deshalb, weil die Schweiz vier Amtssprachen hat und keine davon vor die andere stellen wollte. Ein neutraler Buchstabencode war die eleganteste Lösung.
Andere Länder benutzen schlicht ihren einheimischen Namen. Wer das Muster kennt, entschlüsselt die meisten Codes im Kopf.
- D: Deutschland, einer der einfachen Fälle.
- CH: Confoederatio Helvetica, der lateinische Name der viersprachigen Schweiz.
- HR: Hrvatska, so nennt sich Kroatien selbst.
- IS: Ísland, der eigene Name Islands.
- FL: Fürstentum Liechtenstein, im Code ausgeschrieben.
Die naheliegenden Buchstaben
Zum Glück ist der Großteil unkompliziert. F steht für Frankreich, E für España und damit Spanien, I für Italien, P für Portugal. Oft ist es einfach der erste Buchstabe des Landesnamens in der jeweiligen Landessprache. Deutschlands D gehört in diese Gruppe, ebenso das A für Österreich, das im Code für Austria steht. Man muss die Codes also nicht stur auswendig lernen, sondern kann viele einfach ableiten, sobald man den einheimischen Namen kennt.
Wenn ein Land seinen Code ändert
Codes sind nicht für alle Zeit fest. Das Vereinigte Königreich stellte 2021 von GB auf UK um und meldete die Änderung offiziell den Vereinten Nationen. Innerhalb der EU braucht man den Aufkleber ohnehin kaum noch: Auf dem Kennzeichen selbst steht links im blauen Feld schon der Länderbuchstabe, und der gilt europaweit. Das kleine Oval am Heck ist damit vor allem für Fahrten außerhalb der EU noch gefragt.
In CountryRush geht es um Flaggen und Umrisse statt um Buchstabencodes, doch der Reflex ist derselbe: ein kleines Zeichen sehen und sofort das Land zuordnen. Der Daily Trip trainiert genau dieses schnelle Erkennen.