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Amtssprachen der Welt und ihre Verbreitung
Manche Sprachen hört man rund um den Globus, andere nur in einem einzigen Land. Zählt man, in wie vielen Staaten eine Sprache offiziellen Status hat, entsteht eine überraschend klare Rangliste. Ganz oben stehen wenige Sprachen, die sich über Jahrhunderte weit verteilt haben, darunter eine bunte Mischung aus Ländern, die gleich ein ganzes Dutzend Amtssprachen führen.
Englisch steht mit Abstand vorn
Englisch hat in rund 58 Ländern offiziellen Status und ist damit die am weitesten verbreitete Amtssprache überhaupt. Das reicht von Großbritannien über Nigeria und Indien bis nach Neuseeland. Der Grund ist zweigeteilt: die historische Ausbreitung über das britische Empire und die spätere Rolle als internationale Verkehrssprache in Wirtschaft, Wissenschaft und Luftfahrt. In vielen dieser Länder ist Englisch nicht die Muttersprache der Mehrheit, sondern die neutrale Sprache, auf die man sich verständigt.
Die Verfolger dahinter
Hinter Englisch folgt ein Feld aus mehreren Sprachen, die alle auf mehreren Kontinenten amtlich sind. Französisch ist in rund 27 Ländern offiziell, vor allem in West- und Zentralafrika sowie in Teilen der Karibik und des Pazifiks. Arabisch ist von Nordafrika bis zur Arabischen Halbinsel in gut zwei Dutzend Staaten Amtssprache, Spanisch in rund 20, fast alle davon in Lateinamerika.
- Englisch: rund 58 Länder.
- Französisch: rund 27 Länder.
- Arabisch: rund 23 Länder.
- Spanisch: rund 20 Länder.
- Portugiesisch: 9 Länder auf vier Kontinenten.
Portugiesisch, klein aber weit gestreut
Portugiesisch steht mit neun Ländern zwar nur auf Platz fünf, ist aber besonders weit verteilt. Es ist von Portugal in Europa über Brasilien in Südamerika bis nach Angola und Mosambik in Afrika amtlich, dazu in kleineren Staaten wie Kap Verde, Guinea-Bissau, São Tomé und Príncipe sowie Osttimor in Asien. Damit ist Portugiesisch auf vier Kontinenten offizielle Sprache, ein Erbe der frühen Seefahrt. Zusammen bilden diese Länder eine Sprachgemeinschaft von mehreren Hundert Millionen Menschen.
Länder mit den meisten Amtssprachen
Andersherum gibt es Staaten, die selbst ein ganzes Sprachbündel führen. Die Schweiz hat vier Amtssprachen, Singapur ebenfalls, nämlich Englisch, Malaiisch, Mandarin und Tamil. Südafrika kommt seit 2023 auf zwölf, nachdem die Gebärdensprache als zwölfte offiziell anerkannt wurde. Simbabwe nennt in seiner Verfassung sogar sechzehn Amtssprachen, und Bolivien führt Spanisch zusammen mit 36 indigenen Sprachen, also 37 insgesamt. Solche Listen zeigen, dass eine Amtssprache eine politische Entscheidung ist und nicht einfach zählt, wer die meisten Sprecher hat.
In CountryRush geht es um Flaggen und Umrisse, doch Sprachen sind ein guter zweiter Hinweis: Wer die Amtssprache kennt, engt das Land oft schon ein. Der Daily Trip bringt jeden Tag neue Länder, auch die mit den ungewöhnlichen Sprachprofilen.