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Wüstenländer der Welt von der Sahara bis zur Atacama

Wüste heißt nicht nur Sand. Es heißt vor allem, dass es fast nie regnet und kaum etwas wächst. Für ein paar Länder ist das kein Randgebiet, sondern der Normalzustand: Die Wüste nimmt den größten Teil der Fläche ein, und das Leben drängt sich an die wenigen Ränder mit Wasser. Hier sind die großen Wüstenregionen und die Länder, die von ihnen geprägt sind. Von Nordafrika bis nach Südamerika zeigt sich dabei, dass Wüste ganz unterschiedlich aussehen kann, heiß oder kalt, aus Sand oder aus Fels.

Die Sahara und ihr Gürtel

Die Sahara ist mit rund 9,2 Millionen Quadratkilometern die größte heiße Wüste der Welt und nach den Kältewüsten der Antarktis und der Arktis die drittgrößte überhaupt. Anders als das Klischee besteht sie überwiegend aus Geröll, Kies und Fels, nur ein kleinerer Teil sind die berühmten Sanddünen. Sie reicht vom Atlantik bis zum Roten Meer und berührt etwa ein Dutzend Länder. In Staaten wie Libyen, Ägypten, Algerien und Mauretanien ist der Wüstenanteil so hoch, dass fast die gesamte Bevölkerung an der Küste oder entlang eines Flusses lebt.

Ägypten ist das beste Beispiel: Das Niltal und sein Delta bilden ein schmales grünes Band, drumherum liegt nur Sand. Über 90 Prozent des Landes sind Wüste, und praktisch alle Menschen leben auf den restlichen Prozent. Ohne den Nil, der Wasser aus dem tropischen Afrika bis in die Wüste bringt, gäbe es dieses grüne Band nicht.

Die Arabische Halbinsel

Im Süden der Arabischen Halbinsel liegt die Rub al-Chali, das Leere Viertel, die größte zusammenhängende Sandwüste der Erde. Sie ist etwa so groß wie Frankreich und enthält ungefähr halb so viel Sand wie die ganze Sahara. Sie erstreckt sich über Saudi-Arabien, Oman, die Vereinigten Arabischen Emirate und den Jemen.

Dauerhaft lebt dort fast niemand, dafür ist es zu heiß und zu trocken. Das Leben drängt sich an die Ränder, an die Küsten und über das Grundwasser der Oasen, wo in wenigen Jahrzehnten Millionenstädte gewachsen sind.

Namibia, die Mongolei und Chile

Drei weitere Länder tragen ihre Wüste im Namen oder im Charakter. Die Namib an der Küste Namibias gilt als älteste Wüste der Welt, mindestens 55 Millionen Jahre alt, mit roten Dünen, die bis direkt an den Atlantik reichen. Regen fällt kaum, viele Pflanzen und Tiere leben vom Nebel, der morgens vom Meer hereinzieht. Der Gobi im Süden der Mongolei ist dagegen eine Kältewüste: Im Winter fällt das Thermometer tief unter null, im Sommer wird es heiß. Berühmt ist der Gobi für seine Dinosaurierfossilien, ganze Skelette kamen hier aus dem Sand.

Und die Atacama im Norden Chiles ist die trockenste Wüste außerhalb der Pole. An manchen Messstationen wurde noch nie Regen registriert, einige Flecken gelten als so lebensfeindlich, dass Forscher dort Bedingungen wie auf dem Mars testen. Der klare, trockene Himmel macht die Hochebene zugleich zu einem der besten Orte der Welt für große Sternwarten.

Die Wüstenregionen auf einen Blick

Fünf Regionen prägen ganze Länder:

  • Sahara: rund 9,2 Mio. km2, größte heiße Wüste, prägt Ägypten, Libyen, Algerien und Nachbarn.
  • Rub al-Chali: das Leere Viertel, größte Sandwüste, auf der Arabischen Halbinsel.
  • Namib: älteste Wüste der Welt, Küste Namibias, Dünen bis ans Meer.
  • Gobi: Kältewüste im Süden der Mongolei, extreme Temperaturschwankungen.
  • Atacama: trockenste Wüste außerhalb der Pole, Norden Chiles.

Warum das im Quiz zählt

Wüstenländer sind an ihrer Lage gut zu erkennen, wenn man den Gürtel im Kopf hat. Nordafrika und die Arabische Halbinsel sind fast durchgehend trocken, das grenzt die Möglichkeiten stark ein. Ein Umriss mit langer Küste und viel leerem Inneren deutet oft auf ein Wüstenland hin. Zugleich täuscht die Größe: Länder wie Niger oder der Tschad sind riesig, aber der bewohnte Teil ist winzig.

In CountryRush lernst du diese Länder über Umriss und Flagge kennen, auch die stillen Wüstenstaaten, die selten in den Nachrichten sind. Der Daily Trip nimmt dich mal in die Sahara, mal an die Atacama.