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Länder mit Linksverkehr rund um die Welt

Ungefähr ein Drittel der Welt fährt links. Das klingt nach wenig, betrifft aber rund 75 Länder und Gebiete und einen noch größeren Anteil der Menschheit, weil einige sehr bevölkerungsreiche Staaten dazugehören. Wer nur an Großbritannien denkt, unterschätzt, wie weit der Linksverkehr tatsächlich reicht. Von einer Randerscheinung kann also keine Rede sein, sie prägt den Alltag auf mehreren Kontinenten.

Wie viele es sind

Rund 75 Länder und Territorien fahren auf der linken Straßenseite, also etwa ein Drittel aller Staaten der Welt. Beim Anteil an der Bevölkerung liegt der Wert sogar etwas höher, weil Länder wie Indien, Indonesien und Japan mitzählen.

Beim reinen Straßennetz ist der Anteil dagegen kleiner, denn viele Linksfahrer sind flächenmäßig eher klein. Die genaue Zahl schwankt je nach Quelle ein wenig, die Größenordnung von rund einem Drittel bleibt aber stabil.

Wer alles links fährt

Der Linksverkehr verteilt sich über mehrere Kontinente, mit ein paar bekannten Namen und vielen kleineren Ländern dazwischen:

  • Großbritannien und Irland: die Heimat der Regel in Europa, dazu Malta und Zypern.
  • Japan: das große Beispiel in Asien, neben Indien, Indonesien, Thailand, Malaysia und Singapur.
  • Australien und Neuseeland: der gesamte Süden des Pazifiks fährt links.
  • Südliches und östliches Afrika: etwa Südafrika, Kenia, Tansania, Sambia und Namibia.

Warum überhaupt links

Die Wurzeln liegen weit vor dem Auto. Wer zu Pferd unterwegs war und die rechte Hand frei halten wollte, ritt eher links, um einem Entgegenkommenden mit der starken Hand begegnen zu können. Auch das Aufsteigen aufs Pferd ging von links leichter. Großbritannien machte das Linkshalten früh zur Regel, unter anderem mit einem Straßengesetz von 1835, und über das damalige Weltreich verbreitete sich die Gewohnheit nach Asien, Afrika und in den Pazifik. Auf dem europäischen Festland und in Nordamerika setzte sich aus anderen Gründen der Rechtsverkehr durch.

Mit dem Auto blieb die alte Regel schlicht bestehen. Wo Kutschen und Reiter links gehalten hatten, taten es später auch die Motorwagen, und ein späterer Wechsel wäre teuer und verwirrend gewesen. So erklärt sich, warum ausgerechnet Inseln und früher eng verbundene Länder bis heute links fahren, während sich anderswo die andere Seite durchsetzte. Einmal etabliert, ändert sich die Verkehrsseite nur noch selten.

Ein Land wechselt über Nacht

Dass sich die Seite ändern lässt, zeigte Schweden. Am 3. September 1967, dem sogenannten Dagen H, stellte das ganze Land in einer einzigen Nacht vom Links- auf den Rechtsverkehr um. In den frühen Morgenstunden hielt der Verkehr kurz an und fuhr dann auf der anderen Seite weiter.

Der Wechsel war lange vorbereitet, und die Unfallzahlen sanken in der ersten Zeit sogar, weil alle besonders vorsichtig fuhren. Solche Umstellungen sind aber die Ausnahme, die meisten Länder bleiben bei der Seite, die sie seit jeher gewohnt sind. Ein kompletter Seitenwechsel ist teuer, muss lange geplant werden und lohnt sich nur in Ausnahmefällen.

Woran man es sich merkt

Im Quiz hilft ein einfaches Muster: Viele Linksfahrer sind Inseln oder waren historisch eng mit Großbritannien verbunden. Japan ist die große Ausnahme von dieser Faustregel, und genau solche Ausnahmen machen das Thema reizvoll. Wer sich Australien, Japan und das südliche Afrika als feste Gruppe merkt, hat schon einen guten Teil der Linksfahrer beisammen.

Ein zweiter Merker sind die Autos selbst: In Linksverkehrsländern sitzt das Lenkrad rechts, damit man die Straßenmitte besser im Blick hat. Wer schon einmal dort im Auto saß, verbindet mit dem Land oft genau dieses Detail, und das prägt sich besser ein als jede Liste.

In CountryRush geht es zwar um Umrisse, Flaggen und Hauptstädte, doch genau solche Muster helfen, Länder zu Gruppen zu bündeln und sich besser zu merken. Der Daily Trip bringt jeden Tag neue Länder aus allen Ecken der Welt.