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Länder mit den meisten Inseln der Welt
Fragt man nach dem Land mit den meisten Inseln, tippen die meisten auf die Tropen, auf Indonesien oder die Philippinen. Falsch. Ganz vorne liegt Schweden, ein Land, das kaum jemand mit Inseln verbindet. Der Grund steckt in der Eiszeit und in der Frage, ab wann ein Felsen im Wasser überhaupt als Insel zählt.
Schweden: über eine Viertelmillion Inseln
Schweden kommt auf rund 267.570 Inseln und führt damit die Weltrangliste an. Der Haken: Bewohnt sind davon nur etwa 984, also weniger als ein halbes Prozent. Der große Rest sind winzige Felsen, sogenannte Schären, die kaum aus dem Wasser ragen.
Diese Schären sind ein Erbe der Eiszeit. Über Jahrtausende schliffen Gletscher den Fels ab und hinterließen beim Rückzug eine zerklüftete Küste voller kleiner Buckel. Der Stockholmer Schärengarten allein besteht aus Tausenden von Inseln, Schären und blanken Felsen.
Norwegen und Finnland: der Rest des Nordens
Direkt hinter Schweden folgen die nordischen Nachbarn. Norwegen zählt rund 239.000 Inseln entlang seiner stark zerfransten Fjordküste, auch hier ist nur ein Bruchteil bewohnt. Finnland kommt auf rund 179.000, mit einer Besonderheit: Viele davon liegen nicht am Meer, sondern in den unzähligen Binnenseen des Landes.
Alle drei verdanken ihre Inselflut demselben Vorgang. Die skandinavische Landmasse wurde von den Eismassen der letzten Eiszeit regelrecht durchgehobelt. Was zurückblieb, ist eine der inselreichsten Regionen der Erde, obwohl hier niemand an Palmen denkt.
Kanada: Inseln bis zum Horizont
Außerhalb Skandinaviens ist Kanada der große Name. Rund 52.455 Inseln zählt das Land, darunter Giganten wie die Baffininsel im arktischen Norden, aber auch unzählige kleine Eilande in der Georgian Bay und in den Seen des Kanadischen Schilds. Auch hier hat die Eiszeit gründlich vorgearbeitet.
Die Länder mit den meisten Inseln
Nach Zahl der Inseln sieht die Spitze der Liste so aus:
- Schweden: rund 267.570 Inseln, nur etwa 984 davon bewohnt.
- Norwegen: rund 239.000 Inseln entlang der Fjordküste.
- Finnland: rund 179.000 Inseln, viele davon in Binnenseen.
- Kanada: rund 52.455 Inseln, von der Arktis bis in die Seen.
- Indonesien: offiziell rund 17.500 Inseln, der größte Archipel der Welt.
- Philippinen: rund 7.641 Inseln, etwa 2.000 davon bewohnt.
Warum das Zählen alles entscheidet
Indonesien und die Philippinen gelten als die klassischen Inselstaaten, und doch stehen sie in dieser Liste weiter unten. Das liegt nicht daran, dass sie weniger Küste hätten, sondern an der Zählweise. Ihre Inseln sind im Schnitt größer, tropisch und bewohnt, während Schweden jeden kahlen Felsen mitzählt, der bei Hochwasser noch herausschaut.
Genau deshalb sind solche Ranglisten mit Vorsicht zu genießen. Es gibt keine weltweit einheitliche Definition dafür, ab welcher Größe ein Stück Land eine Insel ist. Indonesien etwa nennt offiziell rund 17.500 Inseln, eine Neuvermessung per Satellit kam 2021 auf eine deutlich niedrigere Zahl. Wer streng zählt, landet bei wenigen Tausend, wer jede Schäre mitnimmt, bei Hunderttausenden.
Im Quiz erkennt man Inselstaaten oft an ihrer zerrissenen Form. In CountryRush triffst du auf Indonesien, die Philippinen und viele weitere, und der Daily Trip sorgt dafür, dass auch die kleinen Inselländer nicht untergehen.