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Flaggen mit Sonne und Mond: von Argentinien bis Nepal

Sonne und Mond sind uralte Symbole, und sie haben es auf erstaunlich viele Nationalflaggen geschafft. Mal ist es ein schlichter Kreis, mal eine Sonne mit Gesicht, mal eine feine Sichel neben einem Stern. Hier sind die wichtigsten Himmelskörper auf den Fahnen der Welt. Im Quiz ist so ein Zeichen Gold wert, weil es die Auswahl sofort einengt.

Die Maisonne von Argentinien und Uruguay

Argentiniens Flagge trägt in der Mitte die Maisonne, eine goldene Sonne mit einem menschlichen Gesicht und 32 Strahlen, abwechselnd gerade und gewellt. Sie erinnert an die Mairevolution von 1810. Uruguay zeigt dieselbe Sonne mit Gesicht in der oberen Ecke, dazu neun blau-weiße Streifen für die neun ursprünglichen Departamentos. Zwei Nachbarn, ein Symbol, und in beiden Fällen blickt einen die Sonne direkt an. Ihr Gesicht geht auf eine Inka-Darstellung der Sonne zurück und macht sie unter allen Sonnenflaggen unverwechselbar. Beide Sonnen sind aus reinem Gold gehalten und kommen ohne jedes Rot aus.

Die aufgehende Sonne

Am bekanntesten ist Japans Hinomaru: ein roter Kreis auf weißem Grund, schlicht die Sonne und sonst nichts. Bangladesch nutzt einen ähnlichen roten Kreis auf Grün, leicht zum Mast hin verschoben, damit er im Wind mittig wirkt. Andere Länder lassen die Sonne strahlen: Namibia setzt eine goldene Sonne mit zwölf Strahlen in die Ecke, die Philippinen eine Sonne mit acht Strahlen und drei Sternen, und Kiribati lässt einen Vogel über einer aufgehenden Sonne kreisen. Kasachstan stellt eine strahlende Sonne über einen Steppenadler, und Kiribatis siebzehn Sonnenstrahlen stehen für die sechzehn Gilbertinseln und Banaba. Die Bandbreite reicht also vom nüchternen Kreis bis zur reich verzierten Strahlensonne.

Nepal, Sonne und Mond zugleich

Nepal ist gleich in zwei Punkten einzigartig. Es ist die einzige Nationalflagge, die nicht rechteckig ist, sondern aus zwei übereinander gestapelten Wimpeln besteht. Und es trägt beide Himmelskörper: im oberen Wimpel eine weiße Mondsichel, im unteren eine weiße Sonne. Bis 1962 hatten Mond und Sonne sogar Gesichter. Gedeutet wird das Paar als Wunsch, dass das Land so lange bestehen möge wie Sonne und Mond selbst. Das tiefe Rot ist Nepals Nationalfarbe, der blaue Rand steht für Frieden, und die ungewöhnliche Form entstand, weil zwei einst getrennte Wimpel zu einer Flagge zusammengefügt wurden.

Die Mondsichel und ihr Stern

Die Mondsichel, meist zusammen mit einem Stern, ist auf vielen Flaggen zu finden. Die Türkei zeigt sie weiß auf Rot, Tunesien in einem weißen Kreis, Pakistan neben einem breiten grünen Feld. Singapur kombiniert eine Sichel mit fünf Sternen, Malaysia mit einem vierzehnzackigen Stern. Interessant ist die Herkunft: Die Mondsichel ist viel älter als ihre heutige Bedeutung, tauchte schon in der Antike auf und wurde erst über das Osmanische Reich zu einem weit verbreiteten Symbol. Aserbaidschan kombiniert die Sichel mit einem achtzackigen Stern, und Malaysias vierzehnzackiger Stern steht für seine dreizehn Bundesstaaten samt Bundesregierung. Heute wird die Mondsichel oft mit der islamischen Welt verbunden. Auffällig ist, wie oft Sichel und Stern gemeinsam auftreten, kaum eine steht für sich allein.

  • Argentinien: goldene Maisonne mit Gesicht im weißen Streifen.
  • Japan: roter Sonnenkreis auf weißem Grund.
  • Nepal: Mond oben, Sonne unten, die einzige nicht rechteckige Nationalflagge.
  • Türkei: weiße Mondsichel mit Stern auf Rot.
  • Singapur: Mondsichel mit fünf Sternen.
  • Namibia: goldene Sonne mit zwölf Strahlen.

Warum das im Quiz hilft

Ein Himmelskörper ist ein starkes Merkmal. Eine Sonne mit Gesicht führt fast immer nach Südamerika, ein einzelner roter Kreis nach Japan oder Bangladesch, eine Sichel mit Stern in eine ganze Gruppe von Ländern, die man dann über die Farben auseinanderhält. Nepal erkennt man ohnehin schon an der Form. Selbst eine schlichte Sonne verrät oft schon die Weltregion.

In CountryRush trainierst du genau diesen Blick für Details, von der Sonne bis zur Sichel. Der Daily Trip bringt jeden Tag neue Flaggen, mal mit Himmel, mal ohne.